Befunduntersuchungen

Bevor unter Denkmalschutz stehende Objekte wie Villen, Schlösser, Kirchen oder auch Miets- und Familienhäuser saniert werden können, müssen sie einer Befunduntersuchung unterzogen werden. Diese soll Aufschluss über die bauzeitlichen, teilweise auch jüngeren Farbfassungen und malerischen Gestaltungen, des Objektes geben.

Bei der Befunduntersuchung handelt es sich um gründliche Voruntersuchungen, bei denen Freilegungsfenster an ausgewählten Bereichen angelegt werden. Durch diese Freilegungsfenster sollen die historischen Farbfassungen und Gestaltungen des Gebäudes erkennbar sowie nachvollziehbar werden. In vielen Fällen sind mehrere Fassungen der vergangenen Jahre nachweisbar.

Die Ergebnisse der Befunduntersuchung werden dann ebenso textlich, wie auch fotografisch in einer Dokumentation festgehalten.

Dem Auftragsstand entsprechend können eventuell befundete malerische Gestaltungen auf Pausen abgenommen und der jeweiligen Dokumentation hinzugefügt werden. Je nach Bedarf werden für die spätere Rekonstruktion auch Musterachsen und Schablonen anhand von Befunden angefertigt.

Um Ihnen das Vorgehen besser zu verdeutlichen, stellen wir Ihnen hier stichpunktartig die Befundlage eines Objektes der Schenkendorfstr. 24 in Leipzig vor. Es muss jedoch gesagt werden, dass die Befundlage nicht immer so klar ersichtlich ist wie im Beispielobjekt. Wenn dies der Fall ist, so werden anhand der Befunde Gestaltungsvorschläge erarbeitet, die dann in Abstimmung mit der Bauherrschaft sowie der Abteilung Denkmalpflege erörtert und entschieden werden.

Ausschnitt einer Dokumentation

Dokumentation der Befunduntersuchung PDF ~26MB